Die Distanz zwischen den Mitgliedern der Vorarlberger Fachgruppe Werbung und Marktkommunikation und ihrem Vorstand ist riesengroß: Zu den Fachgruppentagungen (=Vollversammlungen) kommen gerade 5 Prozent der Mitglieder, Aufbruchsstimmung war dort lange nicht mehr spürbar. Andere Veranstaltungen finden nur unregelmäßig statt. Einziges regelmäßiges Kommunikationsinstrument ist ein Newsletter. Die Website wird nicht gewartet und bietet keine aktuellen News, keinen Überblick über die Termine.

Die Distanz ist auch bei einer Umfrage im Herbst 2009 zum Ausdruck gekommen. 40 Prozent der Mitglieder konnten keine einzige Aktivität nennen.

Näher zu den Mitgliedern

Nähe zu den Mitgliedern bedarf einer halbwegs repräsentativen Vertretung: Die Ein-Personen-Unternehmen, die drei Viertel der Mitglieder ausmachen, müssen im Ausschuss ebenso vertreten sein, wie Frauen und die wichtigsten Berufsgruppen.

Vollversammlungen dürfen kein Frontalunterricht sein. Regelmäßige interessante Veranstaltungen (Vorträge, Diskussionen, Netzwerktreffen, Seminare, …) sollen der Branche Impulse bieten und Anlass für persönliche Kontakte sein. Zur Mitarbeit an Projekten müssen Nicht-Ausschuss-Mitglieder aktiv eingeladen werden. Die Website muss Nutzen bieten, etwa durch Veröffentlichung von Ausschreibungen. Zusätzliche Möglichkeiten, um den Kontakt mit den Mitgliedern zu verstärken, sind zu prüfen.

Ein-Personen-Unternehmen

75 Prozent der Fachgruppenmitglieder sind Ein-Personen-Unternehmen, ihr Chef arbeitet alleine. Doch der Spruch “Wer zahlt, schafft an”, gilt hier nicht: Sie sind im Ausschuss der Fachgruppe bisher nicht vertreten und wurden auch bei der Arbeit viel zu wenig berücksichtigt.

Wir fordern: Die Fachgruppe muss ihre Projekte künftig zielgerichtet auf EPUs abstimmen. Bestehende Projekte wie der Werbepreis AdWin gehören auf EPU-Freundlichkeit geprüft. Weiterbildungs- und Informationsveranstaltungen müssen sich speziell den Anliegen dieser Mikro-Unternehmen widmen: Steuerservice; richtige Kalkulation; Vernetzung; Honorare verhandeln, aber richtig; und vieles mehr.

Ein-Personen-Unternehmen sind zudem besonders vom Risiko eines Ausfalls betroffen: Bei längerer Krankheit droht ein Totalausfall der Einnahmen,  Frauen müssen im Fall einer Schwangerschaft ebenfalls um ihre Existenz fürchten. Hier gilt es mit einer von der Fachgruppe gestützten Betriebsunterbrechungs- und eventuell auch Unfallversicherung gegenzusteuern.

Weiterbildung

Mehr Weiterbildungsangebote zu schaffen: Das ist der vordringliche Wunsch der Mitglieder der Fachgruppe laut Umfrage im Sommer 2009. Der Fachgruppenausschuss hat darauf bisher nicht reagiert.

Wir fordern die Erarbeitung eines Weiterbildungskonzeptes, das bestehende Bildungsangebote in der Region berücksichtigt und Lücken erfasst. Das Konzept muss insbesondere auf die Bedürfnisse von Ein-Personen-Unternehmen Rücksicht nehmen.

Auf dieser Basis soll die Fachgruppe entscheiden, wie sie die Weiterbildung der Vorarlberger Kommunikationsbranche optimal fördert: durch eigene Weiterbildungsangebote (Vorträge, Seminare, Workshops), in Kooperation mit anderen Organisationen, durch Förderung der Teilnahme von Fachgruppenmitgliedern (Stipendien, Unterstützungszahlungen).

Das liebe Geld

Sollten für diese Schwerpunkte finanzielle Mittel fehlen, so ist aus unserer Sicht die AdNight zu streichen, die jeweils die Hälfte des frei verfügbaren Jahresbudgets der Fachgruppe verschlingt.

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  1. Christoph Schwemberger sagt:

    gratuliere euch zur tollen idee! erfreulich erfrischend!

  2. Andreas Mathis sagt:

    Schon interessant. Da steht zu lesen, dass zu den Treffen der derzeitigen Fachgruppe niemand hingeht, weil sowieso uninteressant etc.

    Dann klickt man auf die Kandidatenliste und fragt sich als nächstes: Wo waren denn die alle bis jetzt, die so plötzlich auftauchen und sich für uns Kommunikatoren und Werber einsetzen wollen?

    Nix gegen Engagement und auch nix gegen Kritik, konstruktive wohl gemerkt.
    Aber, meine grünen Damen und Herren: Was hat euch bis dato daran gehindert, euch in konstruktiver Form in der Fachgruppe einzubringen?

    Und was man sich noch fragt: Ist Arbeit in der Fachgruppe plötzlich Parteipolitik oder geht es schon noch um die Sache?

    Und zu guter Letzt fragt man sich noch als Angehöriger der Spezies “große Agentur”: Werden die mich auch vertreten oder werden nur mehr die sogenannten Kleinen eine Stimme haben.

    Jedenfalls hat die bestehende Fachgruppe in den Jahren ihrer Tätigkeit ordentlich was weiter gebracht. Und all jenen, die wegen des Essens zu einer Veranstaltung gekommen sind, sei gesagt: Ihr habt nix verstanden.

    In diesem Sinne wünsch ich Prost Mahlzeit bei Würstel und Freibier.

    Andreas Mathis

  3. Andreas Mathis sagt:

    Und noch eine Ergänzung:
    Der jetzige Kandidat Wolfgang Pendl hat als bisheriges Ausschussmitglied entweder gegen Windmühlen in Form aller anderen Mitglieder gekämpft oder aber selbst nichts “weitergebracht”, wie er es jetzt den verbliebenen Mitgliedern vorwirft.

    Abgesehen von allem Inhaltlichen erinnert die Diktion im bisher Geschriebenen schon sehr an die Kollegen mit dem blauen-braunen Blut in den Adern. Ob das der Sache zuträglich ist, wage ich zu bezweifeln.

    Mich überzeugt es jedenfalls nicht.

  4. Alexandra Abbrederis sagt:

    Sehr geehrter Andreas Mathis,

    unsere Arbeit zielt nicht darauf aus das bisherige Engagement von Anderen abzuwerten sondern Themen zu vertreten, die bisher in der Fachgruppe zu kurz gekommen sind.
    Die Vielfalt stärkt die Demokratie und ist ein Statement gegen reine Parteipolitik. Ich bedaure, dass sie sich persönlich angegriffen fühlen und freue mich auf zukünftigen konstruktiven Austausch.